Der Kampf um Quelle

Der Kampf um den Kredit für das angeschlagene Versandhaus Quelle geht weiter.
Noch immer gibt es keine definitive Entscheidung über den Notkredit, der anstatt der abgelehnten Bürgschaft von Bund sowie den Ländern Bayern und Sachsen bereit gestellt werden soll.

Ohne Kredit geht es nicht weiter

Damit fehlt den Druckereien Prinovis und Schlott immer noch eine verbindliche Zusage von Quelle und dessen Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, die Kosten für Druck, Binden und Ausliefern der insgesamt 8,7 Millionen Exemplare zu übernehmen. In diesem Katalog findet sich gesamte Quelle-Angebot für die Herbst/Wintersaison.
Zwar wird die Produktion fortgesetzt. Doch kamen von der Schlott Gruppe AG, die einen kleineren Teil der Auflage fertigt, am Donnerstag nach dem Hick-hack auf der politischen Bühne in Berlin und Bayern scharfe Töne: „Die für morgen geplante Auslieferung der Kataloge kann erfolgen, wenn eine verbindliche Gewährleistung über die Finanzierung des Drucks vorliegt“, sagte Heiko Arnold, Finanzvorstand der Schlott Gruppe.

Seehofer zuversichtlich

Der Ministerpräsident ergänzte indes, dass der Druck gesichert sei. Der Druck schon, aber die Auslieferung? Anders als Schlott hält die Prinovis – das Druckerei-Gemeinschaftsunternehmen von Bertelsmann, Gruner + Jahr sowie Axel Springer – still. „Wir lassen zum jetzigen Zeitpunkt den Prozess ganz normal weiter laufen, auch weil wir uns auf die mündlichen Zusagen der unterschiedlichen Seiten verlassen“, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Kommentar bedeutet aber nicht, dass nicht doch die Produktion heruntergefahren und/oder die Auslieferung gestoppt werden kann. Die Unternehmen befinden sich in einer äußerst unangenehmen Situation: Ihnen könnte der Schwarze Peter für das endgültige Quelle-Schicksal zugeschoben werden, sollten sie so handeln.

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