“Wenn alles gut geht, können die Banken in ihren Dienstag-Vorstandssitzungen darüber beschließen”, sagte ein Sprecher. Anschließend benötigt die Valovis-Bank, bei der der Staatskredit als Sicherheit hinterlegt werden soll, noch zwei Tage zur Prüfung.
Damit hätte Quelle endlich das nötige Geld, seinen Katalog drucken zu lassen.
Zuliefererabschlag umstritten
Unverständnis herrscht im Umfeld des vorläufigen Insolvenzverwalters über negative Reaktionen auf die Ankündigung, dass Zulieferer einen Abschlag von 25 Prozent auf alle Lieferungen gewähren sollen, die vor dem Insolvenzantrag am 9. Juni erfolgten. “Üblicherweise kommt für die Lieferanten meist deutlich weniger dabei heraus”, sagte ein Sprecher des Verwalters. “Dass wir 75 Prozent der Summe in Aussicht stellen, ist eher eine Erfolgsmeldung”.
Valovis-Bank als Mittelmann
Die Valovis-Bank, die das Rechnungs-Management für Quelle erledigt, zahlt dem Versandhaus erst dann die Kundengelder aus die seit dem Insolvenzantrag am 9. Juni aufgelaufen sind, wenn der Vertrag komplett geprüft ist. Es soll sich um dreistellige Millionen-Beträge handeln. Bei der Bank wirde dann der Staatskredit als Sicherheit hinterlegt. Seit Tagen prüfen Juristen den 700 Seiten dicken, Englischsprachigen Text des Vertrages.