Geldautomaten-Betrug nimmt zu

Das sogenannte Skimming, bei dem Betrüger versuchen, sowohl an die PIN als auch an die auf dem Magnetstreifen der EC-Karte enthaltenen Daten zu gelangen, nimmt immer mehr zu und wird zudem immer raffinierter. Vor allem Nordrhein-Westfalen ist bei den zumeist ausländischen Tätern sehr beliebt.
Mit den gefälschten EC-Karten lässt sich nämlich in Deutschland nichts anfangen, da deutsche Bankautomaten die Fälschungen sofort erkennen würden. Durch seine Nähe zum Ausland ist NRW daher für die Betrüger besonders gut geeignet. Wurden hier im Jahr 2006 noch 85 Fälle gemeldet, waren es 2008 bereits 172 und allein im ersten Halbjahr 2009 schon 90 Fälle.
Die Polizei rät dazu, sich den Zugang zur Bank mit der Kreditkarte zu verschaffen und dann mit der EC-Karte das Geld abzuheben, denn mittlerweile würden die Vorsatzgeräte häufig am Kartenschlitz der Eingangstür angebracht und nicht mehr direkt am Automaten. Die PIN wird außerdem inzwischen nicht nur mit Kameras gefilmt, sondern mit speziellen Folien direkt auf dem Tastenfeld des Geldautomaten mitgelesen. Durch die Trennung von Kredit- und EC-Kartennutzung erhielten die Täter so Daten, die nicht zusammenpassen und daher wertlos wären, so das LKA in NRW. Misstrauisch sollte man daher auch werden, wenn bereits an der Eingangstür eine PIN gefordert wird.
Ferner dürfe man ruhig am Automaten ein wenig rütteln, da die Aufsatzgeräte in der Regel nur mit Klebeband befestigt wären.
Geschädigte erhalten allerdings der Aachener Zeitung zufolge für gewöhnlich das verlorene Geld problemlos erstattet.
Quelle: Aachener Zeitung

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