Island soll Schulden der bankrotten Banken übernehmen

Um ausländische Sparer zu entschädigen, soll der isländische Staat für die bankrotten Banken einspringen. Durch einen Kredit soll der Kapitalverlust britischer und holländischer Sparer kompensiert werden.
Ein solcher Kredit würde jedoch das ohnehin schon enorme Staatsdefizit Islands von 200 auf 240 Prozent des BIP erhöhen. Der Inselstaat sieht sich angesichts dieser Forderungen vom Ruin bedroht und fordert daher Rücksichtnahme auf die Wirtschaftslage. Man bräuchte Kreditbedingungen wie sie für Entwicklungsländer gelten, um so eine Belastung schultern zu können.
Unterdessen steht Ministerpräsidentin Sigurdardottir in der Kritik, da sie sich für eine diesbezügliche Übereinkunft einsetzt, obwohl bisher nicht geklärt ist, ob für Island überhaupt eine juristische Pflicht zur Zahlung besteht.

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