US-Konsum bleibt Bremse für globale Konjunkturentwicklung

Nachdem in den letzten Wochen aus der Wirtschaft immer mehr positive Signale vermeldet wurden, kann dennoch nicht davon ausgegangen werden, dass die deutsche Wirtschaft alleine in der Lage ist, sich selbst zu sanieren. Laut dem Chef-Volkswirt der Postbank, Marco Bargel, ist Deutschland durch seine Exportlastigkeit zu stark von der globalen Wirtschaftsentwicklung abhängig.
Im zweiten Quartal des Jahres gab es mit einem Plus von 0,3 Prozent endlich wieder ein reales Wirtschaftswachstum, so dass die Rezession, derzeit zumindest, beendet scheint. Vor allem aber der US-Konsum hat starken Einfluss auf die einheimische Entwicklung. Dessen Rückgang allein hat das deutsche Wachstumsergebnis um 1,6 Prozent reduziert, denn anstatt eines 300 Milliarden Dollar starken Wachstums, wie es in den Jahren 2003 bis 2006 noch der Fall war, sank das Volumen des amerikanischen Konsums 2008 um 168 Milliarden Dollar, was eine Differenz von gut 400 Milliarden Euro bedeutet, die auch der deutschen Wirtschaft einen gehörigen Schlag versetzt hat. Und auch wenn sich auf dem amerikanischen Immobilienmarkt die Preise mittlerweile wieder stabilisieren, wird der US-Konsum noch auf absehbare Zeit einen Verzögerungsfaktor für die weltweite Konjunkturentwicklung darstellen.

Quelle: Forium.de

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