Eine Untersuchung von Immobilienkrediten für das Eigenheim hat ergeben, dass die Kredite der Bausparkassen zur Zeit oftmals günstiger sind als die Bankdarlehen. Schwäbisch Hall lieferte das beste Angebot. Mitte Januar verlangte die größte deutsche Bausparkasse für einen zinssicheren Immobilienkredit mit einer Laufzeit von 24 Jahren nur 4,02 Prozent.
Doch auch mehrere andere Bausparkassen boten ihren Kunden Kredite unter 4,5 Prozent garantiert für eine Laufzeit von 20 Jahren und länger an. Bestenfalls gab es bei den Banken dafür eine Lfuaziet von 10 oder 15 Jahren Zinsbindung. Lange Zeit galten die Kredite der Bausparkassen als teuer und kompliziert. Diese Kredite bestehen aus einem tilgungsfreien Darlehen und einem Bausparvertrag. Dieser löst das Darlehen nach einer mehrjährigen Sparzeit ab. Obwohl die Bausparvariante noch immer kompliziert ist, ist sie im Bereich der Zinsen inzwischen spitze. Diese Angebote sind auch ohne Probleme als Riester-Darlehen mit staatlicher Förderung erhältlich. Der Kunde bekommt damit staatliche Zulagen und Steuervortele in Höhe von vielen tausend Euro dazu geschenkt. Um Wohn-Riester machen die meisten Banken allerdings einen großen Bogen.
Unabhängig von der Riesterförderung sind die unterschiede bei den Zinsen enorm. Banken verlagen beispielsweise für einen Kredit in Höhe von 150 000 Euro mit einer Zinsbindung von 20 Jahren und einer Tilgung von 2,5 Prozent Effektivzinsen zwischen 4,30 und 5,60 Prozent. Damit summiert sich der Unterschied bis zum Ende der Zinsbindung auf 36 000 Euro.