Endlich ein eigenes Heim, und zwar eines, das genau den eigenen Vorstellungen entspricht – das ist der Traum vieler Mieter. Wer sich aber entschließt und den Bau eines Hauses wagt, der sollte gleich nach dem Entschluss einige wichtige Fragen klären. Denn schließlich sollen die eigenen vier Wände nicht zum Albtraum werden.
Sie haben den perfekten Ort gefunden, wo Sie sich niederlassen wollen? Dann bedenken Sie aber auch die Ausrichtung ihres Grundstückes. Hat der Garten nach dem Hausbau einen optimalen Schnitt? Ist noch Platz für eventuelle Anbauten, Garage oder Carport? Man sollte nicht nur das gewünschte Haus bauen, sondern auch dafür sorgen, dass es zu seiner Umwelt passt und die Ressourcen optimal ausgenutzt werden.
Besonders wichtig: die Lage
Apropos Grundstück: Welche Infrastruktur gibt es eigentlich in er Nähe ihrer zukünftigen Heimat? Prüfen sie lieber frühzeitig, ob in der Nachbarschaft solche Einrichtungen liegen, die für Sie und Ihre Familie wichtig sind. Sind z.B. Schule, Kindergarten, Supermarkt und öffentliche Verkehrsmittel leicht zu erreichen? Bei einem chronisch kranken Kind etwa sind Fachärzte in der Nähe wichtig.
Um solche wichtigen Informationen zu recherchieren, helft natürlich das Internet weiter, ein etwas persönlicherer und netterer Weg ist aber einfach mal die Nachbarn zu fragen.
Ein Bodengutachten sollte man sich auf jeden Fall erstellen lassen. Denn auch wenn so eines bei Neubaugebieten meist schon vorliegt, können für das eigenen Grundstück doch andere Voraussetzungen gelten. Wichtig ist das z.B. für die Statikberechnungen oder um Aufschluss über eventuelle Altlasten zu erhalten.
Architekten- oder Fertighaus
Wägen Sie gründlich zwischen einem Architekten- und einem Fertighaus ab. Ersteres hat die Vorteile, dass ein echter Profi die Baufortschritte überwacht – und natürlich das Haus einzigartig ist. Die zweite Variante ist meist schneller fertig und stellt nicht so viele Anforderungen an den Bauherren.
Auch wenn es eigentlich klar ist: Beachten sie unbedingt die Bauvorschriften. Das kann sonst nämlich teure Konsequenzen haben. Deshalb also den Bebauungsplan für das Neubaugebiet genau studieren. Auch Dachfarbe, Anzahl der Geschosse, First- oder Traufhöhe müssen abgestimmt werden. Liegt keine solcher Plan für Ihr Gebiet vor, gilt noch mehr Vorsicht: Dann darf nämlich häufig gar nicht gebaut werden.
Planvoll vorgehen
Ohne Antrag auch keine Baugenehmigung – kümmern Sie sich also rechtzeitig um die Bauvorlagen. Mit dem Bauantrag weisen Sie nach, dass Sie sich bezüglich Brandschutz, Statik oder Entwässerung an das Baurecht halten.
Lassen Sie Ihr Grundstück professionell vermessen. Über den Vermesser erhalten Sie den Liegenschaftsplan und die erforderliche Absteckgenehmigung. Außerdem misst er das Gebäude nach der Erstellung ein und zeigt Grundstückgrenzen auf. So gibt es keine Probleme mit dem Nachbarn.
Haben Sie an alle Kosten gedacht?
Bei den Kosten sollten sie umfassend denken: Neben Kaufpreis für Grundstück und Haus, sollten auch die Kosten für Notar, Grundbuch, Grunderwerbssteuer, für Statiker, Architekt und Vermesser einkalkuliert werden. Genauso die für Außenanlagen, Hausanschlüsse und Gebühren für den Bauantrag. Bei einem Kredit sind natürlich die monatlichen Zins- und Tilgungskosten abzuschätzen.
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