Tonträger auf Pump?

Es gibt ja unterschiedliche Dinge, für die man einen Kredit aufnehmen kann. Eigentlich für alles. Doch bei manchen Produkten wird die Finanzierung gleich mit angeboten. Autos sind dafür sicherlich das prominenteste Beispiel, abgesehen von Immobilien. Auch wird es leider immer gängiger, das Studium auf Pump zu finanzieren. Doch hat man schon einmal gehört, dass man sich Schallplatten finanzieren lassen kann? Oder CDs?

Was im ersten Moment seltsam klingen mag, ist in Wirklichkeit eigentlich ganz logisch, denn Schallplatten kosten Geld, eigentlich sogar recht viel. Die Rede ist an dieser Stelle naturgemäß nicht von Platten, die man sich im Geschäft kauft; sicherlich gibt es auch Einzelfälle, in denen jemand zum Erwerb einer Plattensammlung einen Kredit aufgenommen hat, aber dass es da jemals Finanzierung über den Händler gegeben hat. Eher leiht man sich von einem Freund oder einer Freundin mal einen Zwanziger, wenn man feststellt, dass man ohne Portemonnaie im Fachgeschäft für Tonträger steht. Aber im Plattenladen ist das Vinyl ja auch nicht teuer; der größte finanzielle Unterschied zur CD ist ja die Gewinnspanne. Nicht zuletzt ihretwegen hat die Tonträgerindustrie in den achtziger und neunziger Jahren die Compact Disc zu Ungunsten der CD so sehr gepusht. Heutzutage sieht es zum Beispiel bei einem Hersteller von Vinyl und CDs so aus, dass 500 Langspieler auf CD ohne Versand für ca. 600€ zu haben sind, während man für das gleiche auf Vinyl 1400 Euro bezahlt. Weil Vinyl aber einfach besser ist und viele Mitglieder der chronisch klammen Gattung „Musiker“ nicht auf es verzichten wollen, bieten Presswerke mitunter auch die Finanzierung an. Das Presswerk, von dem die aufgeführten Angebote stammen, bietet zum Beispiel die Finanzierung über 3-12 Monate an; Zinsen: 9-12%. Mit jedem Vierteljahr, das dazu kommt, wird es ein Prozent mehr.

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