Eigenheimrente bei der Immobilienfinanzierung nutzen

Möchte man sich den Wunsch von den eigenen vier Wänden erfüllen, so führt dieser Weg in der Regel nur über einen Kredit, weil nur die wenigsten Bauherren ihr Haus oder ihre Wohnung sofort und komplett aus eigener Tasche bezahlen können. Bei der Finanzierung der Immobilie wird der Bürger jedoch nicht alleine gelassen, denn der Staat hilft mit, das Eigenheim als Altersabsicherung zu finanzieren.

Nach der Rentenreform 2000/2001 reagierte die Bundesregierung auf die Reduzierung des Nettorentenniveaus auf 67 Prozent, indem sie die private Altersvorsorge seitdem stärker fördert. Neben der klassischen Aufstockung der Rente durch die staatlich geförderte private Absicherung wurde auch das sogenannte Wohnriestern eingeführt. Hierbei wird der Erwerb von Wohneigentum staatlich gefördert, indem es als Teil der Altersvorsorge anerkannt wird. Durch diese Maßnahme wird es nun vielen Bauherren und Käufern von Immobilien erleichtert, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Trotz der Förderung wird in der Regel ein Kredit benötigt und in Frage kommen dafür allerlei Immobilienkredite von Banken sowie auch ein flexibler und kurzfristiger Kredit wie der easyCredit Kredit.

Zwei Wege zur Riesterförderung

Beim ersten Modell kann der Riestersparer bis zu hundert Prozent der Summe des gesparten Vermögens entnehmen und direkt für den Erwerb einer selbst genutzten Immobilie verwenden. Die Investition in ein Haus oder eine Wohnung muss innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen, die entnommene Summe muss jedoch danach nicht wieder zurückgezahlt werden.
Im zweiten Fall wird die Ablösung eines Darlehens für ein Haus oder eine Wohnung staatlich gefördert. Das heißt, wenn noch kein Geld mithilfe der Riesterförderung angespart worden ist, hilft der Staat trotzdem. Die Tilgungsleistungen für eine selbst genutzte Immobilie werden bei diesem Modell staatlich bezuschusst, sodass der Kredit schneller und somit zinsgünstiger abbezahlt werden kann. Im Vergleich zu einem ungeförderten Darlehen spart man also monatliche Raten. Dieses Modell kann auch mit einem Bausparvertrag gekoppelt werden. Voraussetzung für das Wohnriestern ist aber in jedem Fall, dass das Darlehen mit dem 68. Lebensjahr abbezahlt ist.
Die Fördersumme ist attraktiv, je nach Familienstand und Anzahl der eigenen Kinder können mehr als 1000 Euro pro Jahr an Förderleistungen genutzt werden – und das hilft bei der Tilgung eines Darlehens deutlich. Zusätzlich können die Ausgaben für die Riester-Rente von der Steuer abgesetzt werden.

Nachteile

Als großer Nachteil wird vor allem die nachgelagerte Besteuerung angesehen, denn hierdurch muss man auch im Rentenalter noch Steuern zahlen. Mithilfe eines Wohnförderkontos werden alle Leistungen des Staates addiert, hieraus wird dann errechnet, wie hoch die steuerliche Belastung im Alter sein wird. Das heißt aber noch nicht, dass auch wirklich Steuern gezahlt werden müssen, denn auch andere Faktoren spielen bei der Frage, ob Steuern gezahlt werden müssen oder nicht, eine Rolle. Dennoch sollte eine mögliche nachgelagerte Besteuerung bei der Nutzung der Riesterförderung berücksichtigt werden.
Ein weiterer Punkt, den es zu bedenken gilt, ist der Zinssatz, der bei einem ungeförderten Darlehen günstiger sein kann als beim Wohnriester. Ist der Zinssatz mit Riesterförderung mehr als einen halben Prozentpunkt teurer, dann kann sich auch ein Darlehen ohne Förderung lohnen. Wichtig ist bei der Planung eines Eigenheims vor allem die richtige Beratung. Es lohnt sich, viele Angebote zu vergleichen und detailliert zu kalkulieren, welches Angebot im individuellen Fall am günstigsten ist.

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