Wissenswertes
Kreditkarten
Der alltägliche Kredit befindet sich in Brieftaschen oder Geldbörsen von Millionen Bürgern: die Kreditkarte.
In verschiedenen Varianten angeboten, gibt es heute kaum jemanden, welcher diese Karten nicht nutzt. Zahlung mit Kreditkarten ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, so dass es manch einem gar nicht bewusst ist, gerade tatsächlich einen Kredit in Anspruch zu nehmen.
Im Ursprung bereits Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, wurden Karten von wenigen Branchen an ausgewählte Kunden ausgegeben und konnten nur in den Geschäften der ausgebenden Unternehmen genutzt werden. Seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben sich Kreditkarten dann im Laufe der Jahre zu universellen Zahlungsmitteln gewandelt, welche aus dem heutigen Zahlungsverkehr kaum weg zu denken sind.
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Varianten der Kreditkarte:
Die sogenannte Charge-Card gibt dem Karteninhaber im Rahmen eines individuellen Kreditlimits die Möglichkeit, Umsätze über diese Karte zu tätigen. Die Umsätze werden gesammelt und (meistens) monatlich dem Karteninhaber in Rechnung gestellt. Der Karteninhaber erhält somit für die Zeit vom Kauf der Ware bis zur Bezahlung einen zinslosen Kredit mit sehr kurzer Laufzeit.
Die Credit-Card ist eigentlich die klassische Kreditkarte, sie räumt ihrem Inhaber einen tatsächlichen Kredit ein. Auch hier werden im Rahmen eines individuellen Verfügungsrahmens die Umsätze gesammelt, der Inhaber entscheidet jedoch selbst, ob die Rückzahlung in einer Summe oder in Raten erfolgen soll. Fällt die Entscheidung für die Ratenzahlung, werden dem Karteninhaber auch Kreditzinsen in Rechnung gestellt.
Die in Deutschland sicher am häufigsten genutzte Kartenvariante ist die Debit-Card. Hier werden die Umsätze nicht gesammelt, sondern dem Karteninhaber zeitnah zum Einkauf einzeln direkt vom Konto abgebucht. Mit dieser Form der Karte getätigte Umsätze werden also sofort bezahlt, es erfolgt kein Zahlungsaufschub durch die einmalige Abrechnung. In fast jeder Brieftasche ist diese Kreditkartenvariante in Form der ec-Karte zu finden.
Die letzte Kartenvariante ist die Prepaid-Card, übersetzt am ehesten als Guthabenkarte zu verstehen, weil sie guthabenbasiert geführt wird. Um mit ihr Umsätze tätigen zu können, muss erst ein Guthaben auf diese Karte übertragen werden. Ein solches Guthaben lässt sich per Überweisung oder Bareinzahlung aufladen.
Die durch den Gebrauch von Kreditkarten entstehenden Kosten trägt der Händler bei dem die Umsätze getätigt werden. Zum einen wird ein gewisser Teil des Umsatzes, üblicherweise 3% an das Kreditkartenunternehmen abgeführt, darüber hinaus entstehen dem Händler fixe Kosten für die Bereitstellung der Systeme der Nutzung. Für den Kunden fallen möglicherweise jährliche Gebühren an das kreditkartenausgebende Institut an.
Im Wesentlichen werden Kreditkarten durch die vier großen international tätigen Kreditkartengesellschaften herausgegeben, nämlich American Express, Diners Club, MasterCard und Visa.
Während American Express und Diners Club ihre Karten überwiegend selbst vertreiben, geben Visa und MasterCard ihre Karten hauptsächlich über Partner- und Vertragsfirmen heraus. Jedoch gilt auch für die Ausgabe einer Kreditkarte: Bonität vorausgesetzt!